Meine Tante.

Gestern waren meine Frau, ich, unser ältester und unser jüngster Sohn bei meiner 92-jährigen Tante im Taunus.
Wir brachten ihr Gulasch mit und sie kochte noch Knödel dazu. Irgendwann kam das Gespräch dann auch auf meine Person.
Sie verstehe das nicht und vorher war doch alles gut! Ich versuchte ihr noch einmal zu erläutern, dass das keine Krankheit sei, die man heilen könne. Dass ich vielmehr die ganzen Jahre vorher krank gewesen sei und ich mich jetzt so gesund, wie noch nie fühle und dass ich mich vorher verkleidete und jetzt nicht mehr. Das Hormon nehme ich, damit ich so aussehe, wie ich mich fühle — als Frau.
Das muss ich halt so nehmen und auch, dass mich weiter mit meinem alten Namen nennt auch. Sonst ist meine Tante so herzlich wie immer.
Beim Abschied umärmelte Sie mich und als wir noch einige Worte wechselten schaute sie in meine Bluse und tatschte auf meinen Brüsten herum, wohl um nach zu sehen, ob das alles echt ist was Sie so sieht.
Die zwei neuen Freundinnen machten mir zwischendurch mal wieder einige Schmerzen.
Eure Emma

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